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Der Lehrstuhl für Hydrogeologie an der Technischen Universität München beschäftigt sich mit dem Ökosystem Grundwasser. Der Fokus der Arbeitsgruppe Geothermie liegt in der Erforschung der Möglichkeiten und Auswirkungen der geothermischen Nutzung. Forschungsschwerpunkte sind hier unter anderem die Auswirkungen verschiedenster Rahmenbedingungen auf die Effektivität geothermischer Anlagen und die natürlichen und anthropogenen thermischen Wechselwirkungen im Untergrund und dem Grundwasser. Der Lehrstuhl verfügt über Versuchs- und Messeinrichtungen sowie über langjährige Erfahrung in der numerischen Simulation von Strömung und Wärmetransport im Grundwasser.

Am TUM Lehrstuhl für Erneuerbare und Nachhaltige Energiesysteme werden Modelle des Energiesystems auf verschiedensten zeitlichen und geographischen Skalen entwickelt, um die Bedingungen des technischen, aber auch organisatorischen Wandels zu verstehen. Ein Schwerpunkt liegt in der Entwicklung neuer Methoden der Modellierung, die technische und physikalische Randbedingungen erfüllen, und trotzdem gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen. Unter der Leitung von Prof. Hamacher wurden diese Methoden in zahlreichen Projekten angewendet. Dazu zählen der Energienutzungsplan Bayern, veröffentlicht vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, sowie Energiekonzepte unter anderem für die Städte Salzburg, Frankfurt und Rosenheim.

Die Abteilung Simulation großer Systeme am Institut für parallele und verteilte Systeme (Fakultät für Informatik, Elektrotechnik und Informationstechnik) der Universität Stuttgart beschäftigt sich mit Fragestellungen an der Schnittstelle zwischen optimalen numerischen Verfahren und deren effizienter Implementierung auf Hochleistungsrechnern. Ein wichtiger Schwerpunkt sind dabei Methoden zur partitionierten Simulation gekoppelter Systeme. Ziel ist dabei die Erhaltung der Flexibilität und Modularität zur Einbindung und zum Austausch bestehender Software für einzelne Komponenten des gekoppelten Systems sowie gleichzeitig eine hohe parallele Effizienz und Robustheit. 

Das Leibniz-Rechenzentrum ist gemeinsames Rechenzentrum der Münchner Universitäten und der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Seit über 20 Jahren ist das BADW-LRZ schon auf dem Gebiet des Hoch- und Höchstleistungsrechnens aktiv. So betreibt es aktuell den Höchstleistungsrechner SuperMUC-NG, einen der weltweit schnellsten Supercomputer mit über 240.000 x86 cores und einer Spitzenleistung von über 6,5 PetaFlop/s, sowie auch kleinere Hochleistungsrechner, eine Compute Cloud und ein Linux Cluster. Das BADW-LRZ bietet Unterstützung bei der Umsetzung von Algorithmen in effizient ablaufende Anwendungen und bei der Optimierung von Programmen.

Die Stadtwerke München GmbH (SWM) zählen zu den größten Energieversorgungsunternehmen in Deutschland und sind das kommunale Versorgungs- und Dienstleistungsunternehmen der Stadt München und ihrer Region. Eigentümerin der SWM ist zu 100 Prozent die Stadt München. Mit rund 8.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind die SWM auch einer der größten Arbeitgeber Münchens. Erklärtes Unternehmensziel der SWM ist es, nationale Klimaschutzziele und das Klimaschutzprogramm der Stadt München einzuhalten. Die SWM nutzen die oberflächennahe Geothermie im Stadtgebiet München bereits vereinzelt zur Bereitstellung von Fernkälte. Die Fernkälte ist eine umweltschonende, energieeffiziente und kostengünstige Alternative zu konventionellen Klimaanlagen und soll deshalb ausgebaut werden. Die Nutzung von Grundwasser aus Düker-Bauwerken von U-Bahn-Tunnels zur Kälteversorgung des Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) der BWM Group wurde 2006 mit dem Bayerischen Energiepreis ausgezeichnet.

Das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) der Stadt München ist mit seinen 900 Mitarbeitern unter anderem für Umwelt- und Gesundheitsschutz und -vorsorge zuständig. Aufgabenschwerpunkte der Abteilung Umweltvorsorge sind Energie und Klimaschutz in der Stadt. Das RGU bearbeitet und koordiniert im Auftrag des Stadtrats die Erarbeitung eines Maßnahmenkonzepts zur Anpassung an den Klimawandel in der Landeshauptstadt München. Daher liegt es im Interesse der Stadt München, alternative Energiequellen, wie die Geothermie, verstärkt zu erschließen, wie es auch in der „Leitlinie Ökologie“ im Handlungsfeld „Energieversorgung“ postuliert wird. Unter umwelt- und energiepolitischen Erwägungen setzt daher das RGU auf die Förderung nachhaltiger regenerativer Energieerzeugung durch die Nutzung der Erd- und Grundwasserwärme. Weiterhin koordiniert das Referat für Gesundheit und Umwelt die Bereiche Klimaschutz (Verminderung des CO2-Ausstoßes) und Klimaanpassung in der Stadt München. In diesem Zusammenhang sind sowohl Erkenntnisse zur Veränderung der Grundwassertemperatur als auch zu innovativen Ansätzen zur Heizung und Kühlung von Gebäuden durch Grundwasserwärme und -kühlung von großem Interesse.

Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) – Geologischer Dienst ist mit der Erarbeitung und Bereitstellung geowissenschaftlicher Datengrundlagen befasst. Diese beinhalten geologische, hydrogeologische, rohstoffgeologische und bodenkundliche Karten in unterschiedlichen Maßstabsebenen, gesteinsphysikalische und hydraulische Parameter wie die Wärmeleitfähigkeit von Gesteinen, hydraulische Durchlässigkeit, Permeabilität, Grundwasserstandsdaten, etc. Die Bereitstellung der Datengrundlagen erfolgt durch den GeoFachdaten-Atlas. Das Informationssystem „Oberflächennahe Geothermie“ (IOG) des Geologischen Dienstes ist auf die Veröffentlichung spezifischer Daten zur thermischen Nutzung des oberflächennahen Untergrundes ausgerichtet.

Eine starke Partnerschaft für anspruchsvolle Aufgaben

Das Konsortium vereint die verschiedenen Expertiesen von Grundwassersimulation über Energiesystemoptimierung bis hin zur Kenntnis der lokalen Infrastruktur. Diese Themenfelder können allerdings nur mit einer leistungsfähigen Kopplung der Simulationscodes und der entsprechenden Hardware verbunden werden, um die Projektziele zu erreichen.

Unsere Ziele